Sturzprophylaxe

Zahlen und Fakten („Risiken vermeiden, Potenziale fördern!“)

Fast die Hälfte aller Menschen über 65 Jahre stürzen mindestens einmal pro Jahr
100.000 Fälle pro Jahr
10.000 Brüche des Oberschenkelhalses, des Oberarms und der Schulter jährlich
Ursachen und Risikofaktoren

Intrinische (personenbezogene) Faktoren
Schfalanfall, Bewußtseinsverlust, Einschränkungen des Seh- und Hörstvermögens, sowie die Einnahme von Medikamenten
Extrinische (Umfeldbezogene Faktoren)
Stolperfallen und Bodenbeschaffenheit, schlechte Lichtverhältnisse, ungeeignetes Schuhwerk, zu wenig Hilfsmittel zur Unterstützung in häuslichen Wohnumfeld
Vorbeugung

Abgleich einer Checkliste
Wohnraum: Lichverhältnisse, lose Kabel, Anordnung der Möbel, Treppen und Untergründe
Bad und WC: Dusche oder Badewanne, Waschtisch und Toilette
Maßnahmen

Umfeldgestaltung, Wohnraumanpassung (Einsatz von Treppenhandläufen oder eines Treppenliftes)
barrierefreien Zugang (Kennzeichnen von Schwellen oder Stufen)
Verwenden von Hilfsmitteln (Hüftprotektoren und Kopfprotektoren, rutschfeste Hausschuhe und Socken, Badewannenlifter, Haltegriffe und Rollatoren)
Krankengymnastische Übungen (spezielles Koordinations- und Gleichgewichtstraining für Senioren, sowie gezielte Kräftigungsübungen für eine verbesserte Rumpfstabilität
Übungsbegehung eines präparierten Wohnraumes (Erkennen und Beheben von Zehn Sturzquellen, inkl. Anschließender Auswertung)
Literaturempfehlung

Analyse und Bewertung von Methoden und Instrumenten zur Sturzrisikoerhebung von Markus Mai